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Augsburg, Februar 2004
„Wer hier Erfolg hat, kann sich wirklich
rühmen, in ausgezeichneter Metzger-Qualität zu produzieren",
lobte Emilia Müller, Staatssekretärin im Bayerischen Ministerium
für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, zur Einleitung
der feierlichen Abschlussveranstaltung der 22. „f"-Qualitätsprüfung.
„Als Metzger sind sie heute Hygieneexperte, Managertalent und
ein Ass in der Lebensmitteltechnologie mit Haubenkoch-Format."
Das seien nur die wichtigsten Facetten und deshalb könne man
das Metzgerhandwerk als Kunst bezeichnen.
Über 294 Fleischerfachgeschäfte freuten sich über diese
Anerkennung aus berufenem Munde in der Augsburger Kongresshalle, und
konnten anschließend den Lohn für ihre ausgezeichneter
Leistung entgegennehmen. Urkunden und Medaillen für 934 prämierten
Produkte fanden den Weg zu Bayerns Top-Metzgerbetrieben. Die
herausragende Qualität wurde in der Fleischerschule Augsburg,
hier ist gleichzeitig auch der Sitz des Bayerischen Fleischerbandes,
bei einer akribischen Prüfung aller eingesandten Produkte eingehend
untersucht. An zwei Tagen prüften kompetente Fachleute die
Produkte. Um sich ein möglichst objektives Urteil bilden zu
können, beurteilten jeweils ein Team von 4 erfahrenen Prüfern
bis zu 28 Wurstsorten. Das Prüfschema lehnt sich an das der
DLG an und beurteilt vier verschieden gewichtete Faktoren: das Äußere
des Produktes, das Aussehen, die Konsistenz sowie den Geruch und
Geschmack. Danach wurden durch eine lebensmitteltechnische Analyse
im Augsburger Labor Dr. Hallermayer die Werte von Gesamtwasser,
Fett, Rohprotein, BEFFE im Fleischeiweiß usw. ermittelt und
mit den Eckwerten der Lebensmittel-Leitsätze verglichen. Erst
dann stand fest, ob der Presssack, die Gelbwurst, der Kochschinken
oder Leberkäs einer Auszeichnung würdig waren. Das Ergebnis
überraschte nicht. Metzgerqualität liegt erheblich über
die vom Gesetzgeber geforderten Mindestwerte. Obermeister Kleeblatt
brach es bei der Verleihung auf den Punkt: „Die Kunden wollen
Ihre Qualität, denn mit unseren Produkten findet keine Vermüllung
der Kühlschränke statt."
Staatssekretärin Emilia Müller würdigte
abschließend das bayerische Metzgerhandwerk: „Sie dürfen
stolz sein auf ihre Leistung und Tradition – die beste Basis
für regionale Vielfalt! Viele Touristen würden Wurstwaren
aus Bayern mitnehmen und somit den guten Ruf in alle Welt tragen.
Als ein Handwerk mit langer Tradition gelte die zeitlose Devise
der Metzger: Qualität setzt sich durch!”
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Alles
wird von den Expertenteams akribisch geprüft: Ist der Biss
zu schwammig, der Darm zu zäh, die Würzung etwa fremdartig?
Nein, alles paletti und fünf Punkte für eine der vielen
bayerischen Spezialitäten. |
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Der Fleischerverband
Bayern hat die freiwillige f-Qualitätsprüfung
vor 22 Jahren ins Leben gerufen. Die Prüfung besteht aus der
sensorischen Prüfung und der lebensmittelchemischen Analyse.
Bei der sensorischen Prüfung, also der Prüfung mit den Sinnen,
geht es um Aussehen, Geschmack, Beschaffenheit, Geruch. Bei der Leberwurst
muss z.B. die Zerkleinerung stimmen, die Farbe darf nicht zu blass
oder zu dunkel sein. Um wirklich objektiv sein zu können, findet
die Prüfung in den nüchternen, neutral ausgeleuchteten Räumen
der Fleischerfachschule in Augsburg statt. Prüferinnen dürfen
kein Parfum tragen, das würde den Geruchssinn beeinträchtigen.
Bei über 300 Wurstproben am Tag ist es gestattet, zwischendurch
einen kleinen Schluck Korn zu nehmen. Ansonsten gibt es nur geschmacksneutrales
Mineralwasser und Weißbrot.
Die lebensmittelchemische Analyse führt
ein unabhängiges Labor durch: Stimmen die einschlägigen
Werte für Fleischeiweiß, Fett und Wassergehalt? Und ob.
In den allermeisten Fällen übertreffen die Werte der handwerklich
hergestellten Ware die rechtlich festgelegten Mindestanforderungen
an die Qualität. Gut zu wissen für die Kunden der ausgezeichneten
Metzgereien mit dem f-Zeichen und eine prima Vertrauensbasis für
ihren nächsten Einkauf.
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